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| Der Baha'i-Geist |
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Der Bahá'í-Geist
Von dem Orte Seiner Verbannung, dem fernen 'Akká aus wühlte Bahá'u'lláh sein Heimatland Persien in seinen Tiefen auf; und nicht nur Persien. Er erschütterte die Welt und wird sie noch mehr erschüttern. Der Geist, der Ihn und Seine Gefährten beseelte, war unendlich edel, zuvorkommend und geduldig; aber er war eine Kraft von erstaunlicher Lebendigkeit und übernatürlicher Macht. Er vollbrachte das scheinbar Unmögliche. Er wandelte die menschliche Natur. Menschen, die sich seinem Einfluß unterwarfen, wurden zu neuen Geschöpfen. Sie wurden erfüllt von einer Liebe, einem Glauben und einer Begeisterung, mit denen verglichen irdische Freuden und Sorgen nichtig waren. Sie wurden fähig, lebenslänglichen Leiden oder dem drohenden Tod mit vollkommenem Gleichmut, ja mit strahlender Freude ins Angesicht zu sehen in der Kraft furchtloser Abhängigkeit von Gott.
Am wunderbarsten war es, daß ihre Herzen so von Freude über das neue Leben überströmten, daß kein Raum blieb für bittere Gedanken oder Rachsucht gegen ihre Unterdrücker. Sie verzichteten völlig auf Anwendung von Gewalt bei ihrer Selbstverteidigung, und anstatt ihr Schicksal zu betrauern, betrachteten sie sich als die glücklichsten Menschen, da sie den Vorzug hatten, diese neue und herrliche Offenbarung zu empfangen und ihr Leben zu opfern oder ihr Blut zu vergießen, um für ihre Wahrheit zu zeugen. Wohl konnten ihre Herzen singen vor Freude, denn sie glaubten, daß Gott, der Erhabene, der Ewige, der Geliebte, zu ihnen gesprochen habe durch menschlichen Mund, daß Er sie berufen habe zu Seinen Dienern und Freunden, daß Er gekommen sei, Sein Königreich auf Erden aufzurichten und einer kriegsgewohnten, in Kampf verstrickten Welt die unvergleichliche Gnade des Friedens zu bringen.
Solcher Art war der Glaube, den Bahá'u'lláh in die Herzen trug. Er kündigte Seine eigene Sendung an, wie der Báb von Ihm vorausgesagt hatte, und dank der ergebenen Arbeit Seines großen Vorläufers waren Tausende bereit, Sein Kommen anzuerkennen. Tausende, die Aberglauben und Vorurteile abschüttelten und reinen Herzens und offenen Geistes auf die Manifestation von Gottes verheißener Herrlichkeit warteten. Armut und Ketten, widrige Umstände und äußere Schande konnten ihnen nicht die geistige Herrlichkeit ihres Herrn verbergen, nein, diese dunklen irdischen Begleiterscheinungen dienten nur dazu, die Strahlen Seines wahren Glanzes zu verstärken. |
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