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Die letzten Jahre

Die letzten Jahre

Während des Winters von 1919 auf 1920 hatte der Verfasser das große Vorrecht, zweieinhalb Monate als Gast von 'Abdu'l-Bahá in Haifa zu weilen und aus nächster Nähe Sein tägliches Leben beobachten zu dürfen. Zu jener Zeit war Er, obgleich annähernd sechsundsiebzig Jahre alt, noch bemerkenswert rüstig und bewältigte täglich eine beinahe unglaubliche Menge von Arbeit. Obgleich oft sehr müde, bewies Er wundervolle Kraft, sich wieder zu erholen, und Seine Dienste standen immer denen zur Verfügung, die ihrer bedurften. Seine unerschöpfliche Geduld, Gütigkeit, Freundlichkeit und Sein Feingefühl machten Seine Gegenwart zu einem Segen. Er war gewohnt, einen großen Teil der Nacht im Gebet und in Andacht zuzubringen. Vom frühen Morgen bis zum Abend, eine kurze Mittagsruhe nach dem Essen ausgenommen, war Er rastlos beschäftigt, Briefe aus vielen Ländern zu lesen und zu beantworten und auf die zahlreichen Angelegenheiten des Haushaltes und des Glaubens zu achten. Nachmittags gönnte Er sich gewöhnlich eine kleine Erholung in Form eines Spaziergangs oder einer Spazierfahrt; aber auch hier hatte Er meist einen oder zwei Begleiter bei sich oder eine Gesellschaft von Pilgern, mit denen Er sich über geistige Dinge unterhalten konnte; oder Er fand auf dem Wege Gelegenheit, einige Arme zu besuchen und für sie zu sorgen. Nach der Rückkehr berief Er die Freunde zur gewöhnlichen Abendversammlung in Sein Zimmer. Beim zweiten Frühstück wie bei der Hauptmahlzeit pflegte Er eine Anzahl Pilger und Freunde zu bewirten und Seine Gäste sowohl mit frohen und lustigen Geschichten als auch mit köstlichen Gesprächen über die verschiedensten Dinge zu erfreuen. »Mein Heim ist das Heim der Freude und des Frohsinns«, erklärte Er. Und es war in der Tat so. Er freute sich, wenn Er Menschen der verschiedenen Rassen, Farben, Nationen und Religionen in Einigkeit und herzlicher Freundschaft um Seinen gastlichen Tisch versammeln konnte. Er war in der Tat ein liebender Vater nicht nur für die kleine Gemeinschaft in Haifa, sondern auch für die Bahá'í-Gemeinschaft in der Welt.
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Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Verfasst am: 24.11.2007, 01:48
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