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Übersicht -> Verheißungen aus dem Islam und die Symbolik des Jüngsten Gerichts
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Prophezeiungen aus Koran und Hadithe

Prophezeiungen aus Koran und Hadithe


Ein Großteil des Korans befasst sich mit dem „Tag der Abrechnung“ (yawmu'l-fasl, vgl. 78:17; 37:21; 44:41; 77:13) und dem „Tag der Auferstehung“ (yawmu'l-qiyamah, vgl. 2:85; 113; 174; 3:77; 16:92 u.a.). Im sunnitischen Islam wird an jenem Tag nach dem Mahdí, Jesus Christus (Isa) erscheinen und die Welt richten.
Auch im Schiitentum ist mit diesem apokalyptischen Geschehen die Erwartung verbunden, dass eine eschatologische Gestalt, al-Mahdi - in der Shi'a auch al-Qa'im genannt, erstehen wird, die, aus dem Geschlecht des Propheten entsprungen, dessen zerstörtes Werk wiederherstellen wird, "die Welt mit Gerechtigkeit erfüllen wird, nachdem sie mit Ungerechtigkeit und Tyrannei erfüllt ward" (Hadith in der Traditionssammlung des Ibn Maja, Sunan, Bab Khuruj al-Mahdi, Nr. 4082).
In der Shi'a ist der erwartete Mahdi identisch mit dem im Verborgenen lebenden zwölften Imam.
Der elfte Imam, Imam Hasan ibn Ali al-Askari, starb im Jahre 260 d.H.. Im selben Jahr soll der zwölfte Imam im Alter von 6 Jahren entrückt sein. Zur Person und zur Wiederkunft des Qá’ims/Mahdí gibt es insbesondere in den Hadithen eine Menge von Hinweisen. Der Koran hingegen enthält keine Verse, die zu hundertprozent und unmissverständlich auf Zeitpunkt, Erscheinen und „Person“ deuten. Trotz dessen werden im folgenden einige Koranverse wiedergegeben, die zum Nachdenken über die Thematik anregen sollen:

Und sie sprechen: "Wann wird dies Versprechen (verwirklicht werden), wenn ihr wahrhaftig seid? 10:48

Und sie sprechen: "Wenn wird diese Verheißung (in Erfüllung gehen), wenn ihr die Wahrheit redet?"
"Sprich: "Euch ist die Frist von einem Tag festgesetzt, von der ihr nicht einen Augenblick säumen noch (ihr) vorauseilen könnt." 43:29,30


"Und sie fordern dich auf, die Strafe zu beschleunigen, doch Allah wird nie Sein Versprechen brechen. Wahrlich, ein Tag bei deinem Herrn ist gleich tausend Jahre nach eurer Rechnung." 22:47

“Er wird den Ratschluss vom Himmel zur Erde lenken, dann wird er wieder zu ihm emporsteigen in einem Tage, dessen Länge tausend Jahre ist nach eurer Zeitrechnung." 32:5


Auf den ersten Blick enthalten diese Verse keine logischen und belegbaren Beweise hinsichtlich einer möglichen Wiederkunft. Nicht abstreitbar ist aber, dass es sich wohl um den „Tag der Auferstehung“ handelt und die Zahl tausend in diesem Zusammenhang öfter Erwähnung findet. Wenn man sich nun die historischen Daten zu Gemüte zieht, ergeben die oben zitierten Verse plötzlich mehr Sinn. Die Frage, die sich nun stellt, ist, wann der zwölfte Imam erscheinen wird? Wie zuvor beschrieben, starb der elfte Imam im Jahre 260 d.H.. Rechnet man auf die 260, die in den Zitaten vorkommende Zahl tausend hinzu, so kommt man auf das Jahr 1260 d.H. (1844 AD). Also genau das Jahr, in dem der Báb seine Sendung offenbarte.

Und ihr werdet sicherlich seine Kunde kennen nach einer Weile. 38:88 (Koran)

Das Wort „Weile“ wird auf Arabisch mit „Hín“ (حین) übersetzt, dessen Zahlenwert „68“ beträgt. Das Jahr 1268 d. H. (1851-1852 n. Chr.) ist das Jahr, welche der Geburt der Bahá'í-Offenbarung vorausgeht. Im Sommer 1852 AD (1269 d.H.), somit genau nach "Hín", wurde Bahá'u'lláh im Zuge einer weiteren Verfolgungswelle in ein abscheuliches Verließ (Siyah Chal) geworfen.
In diesem Gefängnis erfuhr Bahá’u’lláh, was Er selbst wie folgt beschreibt:

»Eines Nachts im Traum waren von allen Seiten diese erhabenen Worte zu hören: ‚Wahrlich, Wir werden Dich durch Dich selbst und durch Deine Feder siegreich machen. Sei nicht traurig über das, was Dir widerfahren ist, und fürchte Dich nicht, denn Du bist in Sicherheit. Binnen kurzem wird Gott die Schätze der Erde offenkundig machen - Menschen, die Dir beistehen werden durch Dich selbst und durch Deinen Namen, durch welchen Gott die Herzen derer belebt, die ihn erkannt haben.‘ ... In den Tagen, da ich im Kerker in Tihrán lag, vergönnten Mir die schweren Ketten, die Mich wundrieben, und die üble Luft nur wenig Schlaf; dennoch hatte ich in den seltenen Augenblicken des Schlummers ein Gefühl, wie wenn etwas vom Scheitel Meines Hauptes über Meine Brust strömte, einem mächtigen Sturzbach gleich, der sich vom Gipfel eines hohen Berges zu Tal ergießt. Jedes Glied Meines Körpers wurde so in Flammen gesetzt, und Meine Zunge sprach in solchen Augenblicken Worte, die zu hören kein Mensch hätte ertragen können.« (Bahá'u'lláh, Lawh-i-Ibn-i-Dhib)

»Umgeben von Drangsal, hörte Ich über Meinem Haupt eine höchst wundersame, süße Stimme. Mein Antlitz wendend, gewahrte Ich eine Jungfrau – das leibhaftige Gedenken des Namens Meines Herrn – vor Mir in den Lüften schwebend. So verzückt war sie, daß ihr Gesicht im Schmuck des göttlichen Wohlgefallens leuchtete und ihre Wangen im Glanz des Allbarmherzigen erglühten. Ihr Ruf erschallte zwischen Himmel und Erde und bezauberte der Menschen Herz und Geist. Meinem inneren und Meinem äußeren Sein enthüllte sie Botschaften, die Meine Seele und die Seelen der ehrbaren Diener Gottes frohlocken ließen. Sie deutete mit ihrem Finger auf Mein Haupt, wandte sich an alle im Himmel und auf Erden und sprach: ‚Bei Gott! Dies ist der Geliebte der Welten – und doch versteht ihr es nicht. Dies ist Gottes Schönheit und Souveränität unter euch – o daß ihr es doch verstündet! Dies ist Gottes Geheimnis und Sein Schatz, der Befehl Gottes und Seine Herrlichkeit für alle, die in den Reichen der Offenbarung und der Schöpfung wohnen – wolltet ihr doch begreifen! Er ist es, nach dessen Gegenwart sich die Bewohner des Reiches der Ewigkeit und des Tabernakels der Herrlichkeit sehnen – doch ihr wendet euch ab von Seiner Schönheit!‘ « (Bahá'u'lláh, Súratu'l-Haykal)


„…Preis sei Ihm, der in diesem Augenblick in diesem entlegenen Gefängnis des Ziels Meiner Sehnsucht gewahr ist. Er ist der Eine, der allezeit für Mich zeugt und, ehe »nach Hín« anbricht, auf Mich schaut…“
(Báb - Auszüge aus einem zweiten Brief an Muhammad Sháh)

Der Báb selbst erwähnt immer wieder die Zahl „neun“. Von dem Jahr seiner eigenen Offenbarung ausgehend (1260), weist er damit auf das Jahr 1269 d.H. hin.

»Im Jahre neun«, schrieb Er im Hinblick auf das Datum des Eintreffens der verheißenen Offenbarung ausdrücklich, »werdet ihr alles Gute erlangen«. »lm Jahre neun werdet ihr in die Gegenwart Gottes gelangen.« Und wiederum: »Nach Hín wird euch eine Sache gegeben, die ihr erkennen sollt«. »Ehe nicht neun seit der Empfängnis dieser Sache vergangen«, erklärt Er im einzelnen, »werden die Wirklichkeiten der erschaffenen Dinge nicht offenbar werden. Alles, was du bis jetzt gesehen, befindet sich im Zustand des feuchten Keims, den Wir noch nicht mit Fleisch umhüllten. Sei geduldig, bis du eine neue Schöpfung schauest. Sprich: `Gepriesen sei darum Gott, der Herrlichste der Schöpfer!`« »Warte«, lautet Seine Erklärung an Azím, »bis neun seit der Zeit des Bayán verstrichen sind. Dann rufe: `Gepriesen sei darum Gott, der Herrlichste der Schöpfer!`« »Habt acht«, mahnt Er in einer bemerkenswerten Stelle über das Jahr neunzehn, »auf die Zahl Váhid seit Empfängnis der Offenbarung«, und noch deutlicher legte Er fest: »Der Herr des Tages des Gerichts wird am Ende von Váhid (entspricht der Zahl 19) und zu Beginn von achtzig kund werden.«. »Käme Er in diesem Augenblick«, offenbart Er in heißem Verlangen, die Menschen davor zu bewahren, daß sie sich durch die Nähe der verheißenen Offenbarung vom Verheißenen abhalten ließen, »so wäre Ich der erste, der Ihn anbetet, der erste, der sich vor Ihm verneigt.«

Dass gegen „Ende der Zeit“ zwei Gestalten erscheinen sollen, von denen einer jedoch nur wie eine Art Vorbote agiert, lassen folgende Verse erahnen:

Und in die Posaune wird gestoßen, und alle, die in den Himmeln sind, und alle, die auf Erden sind, werden ohnmächtig (niederstürzen), mit Ausnahme derjenigen, die Allah will. Dann wird sie wiederum geblasen, und siehe, sie werden wartend stehen.
Und die Erde wird leuchten im Lichte ihres Herrn, und das Buch wird vorgelegt, und die Propheten und die Zeugen werden herbeigebracht; und es wird zwischen ihnen gerichtet werden nach Gerechtigkeit, und kein Unrecht sollen sie erleiden.
39:68,69

Anmerkung: Bahá: »Herrlichkeit«, »Ruhm«, »Glanz«, »Licht«. Ein anderer Titel Bahá’u’lláhs ist „Licht Gottes“.
Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass Bahá’u’lláh im islamischen Kalender (2 Jahre und) einen Tag nach dem Báb Geburtstag hat.


Am Tage, wenn die bebende (Erde) schwanken wird,
(Und) ein zweites (Beben) drauf folgt,
…Es wird nur ein einziger Schrei der Drohung sein
79:6,7,13


Nach schiitischen Überlieferungen, berichtet Sa’id ibn-i Jabir die folgende Hadith von Ibn-i-Abbas, der Muhammad folgendes sagen hörte:

„Meine Nachfolger sind Allahs Beweise für die Menschen der Welt. Sie sind zwölf. Der erste von ihnen wird mein Bruder und der letzte von ihnen mein Sohn sein.“ Sie fragten: "Oh, Gesandter Allahs, wer ist Euer Bruder?" Er sagte, "Ali-ibn Abu Talib". Sie fragten, "Und wer ist Euer Sohn?" Er sagte: Er ist der Mahdi, der die Welt mit Gerechtigkeit füllen wird, selbst wenn sie voll von Ungerechtigkeit und Tyrannei sein wird. Ich schwöre bei Allah, der mich zum Verkünder erhoben hat, verbliebe auch nur ein Tag für das Leben auf dieser Welt, Allah würde diesen Tag dermaßen verlängern, bis mein Sohn Mahdi sich offenbaren würde. Dann wird Isa (Jesus) vom Himmel herabsteigen und hinter ihm (Mahdi) das Gebet verrichten.“

Ähnliches geben auch sunnitische Quellen wieder. Al-Djuwayni überliefert ebenso durch Ibn 'Abbas von dem Propheten:

„Wahrlich, meine Kalifen und meine Erben sind die Zeichen Allahs für seine Geschöpfe. Nach mir sind zwölf. Der erste von ihnen wird mein Bruder und der letzte von ihnen mein (Enkel-) Sohn sein.“ Er wurde gefragt: "Oh, Gesandter Allahs, wer ist euer Bruder?" Er sagte darauf, "Ali ibn Abi Talib" Dann fragten sie, "Und wer ist euer Sohn?" Der heilige Prophet antwortete, „Al-Mahdi; Derjenige, der die Welt mit Gerechtigkeit und Gleichheit erfüllen wird, wenn sie mit Ungerechtigkeit und Tyrannei überlaufen sein wird. Und bei dem Einen, der mich zum Warner und Verkünder froher Botschaft erhoben hat, verbliebe auch nur ein Tag für das Leben auf dieser Welt, der allmächtige Allah würde diesen Tag dermaßen verlängern, bis er meinen Sohn Mahdi senden wird. Dann wird er ihm Ruhullah (Jesus) nachfolgen und hinter ihm (Mahdi) das Gebet verrichten lassen. Und die Erde wird erleuchtet sein von seinem Glanz. Und seine Kraft wird reichen bis in den Osten und den Westen.“
[Al-Djuwayni, Fara'id al-Simtayn, Mu'assassat al-Mahmudi li-Taba'ah, Beirut 1978, S. 160.]

Als Imám Ja’far, der Sohn Muhammads, einmal nach dem Jahr gefragt wurde, in dem der Verheißene geoffenbart werden sollte, gab er zur Antwort:

„Wahrlich, im Jahre sechzig wird seine Sache geoffenbart werden und sein Name wird überall genannt werden.“

Anmerkung: Der Báb verkündete seinen Anspruch, der Verheißene zu sein, im Jahre 1260.

In den Werken des gelehrten und weitberühmten Muhyi’d-Din-i-Arabi finden sich über die verheißenen Manifestation viele Hinweise sowohl auf das Jahr ihres Erscheinens als auch auf Ihren Namen, darunter die folgenden Stellen:

„Die Diener und Träger Seines Glaubens werden aus dem persischen Volk kommen.“ „In seinem Namen steht der Name des Hüters (Ali) vor dem des Propheten (Muhammad).“ „Das Jahr seiner Offenbarung ist gleich der Hälfte der durch neun teilbaren Zahl (2520).“

Anmerkung: Der bürgerliche Name des Bábs lautet Siyyid Ali Muhammad. (Siyyids sind Nachkommen Muhammads.)

In einer Überlieferung, die dem Imám Ali, dem Gebieter der Gläubigen, zugeschrieben wird, heißt es:

„Im Jahre Ghars wird der Baum der göttlichen Führung gepflanzt werden.“ (Nabils Bericht S.83)
Anmerkung: Der Zahlenwert des Wortes "Ghars" entspricht 1260.

An einer anderen Stelle ist die Rede von zweien, die beide zur Endzeit kommen werden.
„Wahrlich, ich sage euch, nach dem Qá'im (der sich erheben wird) wird der Qayyúm (der Selbstbestehende) offenbart werden.“ (Nabils Bericht 2:24)

Weitere Hadithe

"Tage und Nächte werden nicht eher enden, als bis Gott einen Mann aus Meinem Hause senden wird, der denselben Namen trägt wie Ich (Muhammad). Er wird die Erde mit Gerechtigkeit und Billigkeit füllen, wie sie zuvor voll Bedrückung und Tyrannei war." (Kitabi'l Irshad, Shaykh al-Mufid) → Die sunnitische Variante findet sich in der Hadith-Sammlung des Abu Dawud.
Anmerkung: Bábs bürgerlicher Name ist Siyyid Ali Muhammad

"Er wird aus den Leuten meines [=des Propheten] Hauses sein; aus meiner Verwandtschaft; aus meinem Volke; aus der Nachkommenschaft Fatimas sein; er wird eine kahle Stirn haben, er wird eine Hakennase, eine hohe Nase haben. Er wird in der Welt nichts als Bosheit und Unterdrückung und Mangel an Güte finden; wenn ein Mensch 'Allah! Allah!' ruft, so wird er getötet werden. Er wird der Welt Gerechtigkeit zurückgeben; er wird die Menschen schlagen, bis sie sich zu Allah zurückwenden. Die Muslime werden sich unter seiner Herrschaft eines bis dahin unerhörten Wohlstandes freuen; die Erde wird ihre Früchte spenden und die Himmel werden ihre Regen herabsenden; Geld wird in jenen Tagen sein wie Dinge, über die man mit Fuß hinweggeht und wird nicht zu zählen sein; ein Mann wird aufstehen und sagen: 'O Mahdi, schenke mir' und er wird sagen; 'Nimm!' und er wird so viel in sein Gewand hineinwerfen, dass er es kaum hinwegtragen kann. Er wird fünf, sieben oder neun Jahre herrschen. Es gibt Anspielungen auf sein Kommen in einer Zeit der Streitigkeiten. Sie werden so furchtbar sein, dass eine Stimme vom Himmel nötig ist, um sie zu beenden." (Shaykh al-Mufid, Kitabu'l-Irshad)
Anmerkung: Die Punkte treffen auf den Báb zu und dass Er nur neun Jahre herrschen würde, hatte Er ja, wie oben zu lesen war, oft verkündet.


Auszüge aus dem Kitáb-i-Iqán von Bahá’u’lláh

Im Aválim¹, einem maßgeblichen, wohlbekannten Buch, ist verzeichnet: »Ein junger Mann aus den Baní-Háshim² wird sich offenbaren, Er wird ein neues Buch enthüllen und ein neues Gesetz verkünden.« Dann folgen die Worte: »Die meisten Seiner Feinde werden Geistliche sein.« An einer anderen Stelle wird von Sádiq, dem Sohne Muhammads,³berichtet, daß er sprach: »Es wird ein Jüngling aus den Baní-Háshim erscheinen, Er wird das Volk auffordern, Ihm Treue zu geloben. Sein Buch wird ein neues Buch sein, zu dem Er die Menschen aufrufen wird, ihren Glauben zu bekennen. Streng ist Seine Offenbarung für die Araber. Wenn ihr von Ihm höret, so eilet Ihm entgegen.«

¹ Hadith; ein Werk des Abdu'lláh Ibn Núru'lláh Bahrayní
² Familie, der Muhammad entstammte
³ Ja'far as-Sádiq, der sechste Imám der Shí'iten


Und nun sieh, wie in der anderen Tradition alle diese Geschehnisse vorausgesagt sind. Im Arba'in¹ steht geschrieben: »Aus den Baní-Háshim wird ein Jüngling erscheinen, der ein neues Gesetz offenbaren wird. Er wird das Volk zu sich laden, doch niemand wird auf Seinen Ruf achten. Die meisten Seiner Feinde werden Geistliche sein. Seinem Befehl werden sie nicht gehorchen, sondern Ihm also widersprechen: 'Dies widerspricht dem, was uns von den Imámen des Glaubens überliefert ist.'« Heute wiederholen sie diese Worte und sind sich dessen gar nicht bewußt, daß Er den Thron des »Er tut, was immer Er will« einnimmt und auf dem Sitze des »Er befiehlt, was immer Ihm gefällt«² weilt.

¹ Hadith-Sammlung Kitábu''l-Arba'in des Bahrayní
² vgl. Qur'án 2:253; 14:28; 22:14, 18

Weitere Verse aus dem Koran über zukünftige Gesandte

Für jede Gemeinschaft ist eine Frist festgesetzt. Und wenn ihre Frist kommt, können sie nicht einmal eine Stunde zurückbleiben oder vorausgehen.
O Kinder Adams, wenn Gesandte aus eurer Mitte zu euch kommen, um euch von meinen Zeichen zu erzählen, dann haben diejenigen, die gottesfürchtig sind und Besserung bringen, nichts zu befürchten, und sie werden nicht traurig sein.
7:34, 35
Anmerkung: Mit Gemeinschaft, oder auch Volk in anderen Ausgaben, ist die Anhängerschaft des jeweiligen Propheten gemeint. Sinngemäß könnte man also auch Religion darunter verstehen.

Und Wir ließen dem Mose das Buch zukommen und nach ihm die Gesandten folgen. Und Wir ließen Jesus, dem Sohn Marias, die deutlichen Zeichen zukommen und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit. Wollt ihr euch denn jedesmal, wenn euch ein Gesandter etwas bringt, was ihr nicht mögt, hochmütig verhalten und einen Teil (von ihnen) der Lüge zeihen und einen (anderen) Teil töten? 2:87

Wer den rechten Weg befolgt, der befolgt ihn nur zu seinem eigenen Heil; und wer irregeht, der geht irre allein zu seinem eigenen Schaden. Und keine lasttragende (Seele) trägt die Last einer anderen. Und Wir strafen nie, ehe Wir denn einen Gesandten geschickt haben. 17:15

Die Juden sagen Moses ist der letzte, die Christen sagen Jesus sei der letzte und die Muslime behaupten Muhammad sei der letzte Prophet. Interessant ist aber, dass jede/r Religion/Prophet die vorherigen bestätigt. Wird Gott nun tatsächlich sein bisheriges Vorgehen verändern und uns keinen Gesandten mehr schicken? Nein wird er nicht, insbesondere folgende zwei Zitate zeigen, dass "Siegel" (der Propheten) hier nicht für eine Endgültigkeit in der "Prophetie" stehen kann, sondern dass Gott immer wieder fortschreitend Boten zu uns senden wird:

Solches ist alles Vorgehen, wie es zuvor gewesen; und nie wirst du in Allahs Vorgehen einen Wandel finden. 48:23


(So war Unser) Verfahren mit Unsern Gesandten, die Wir vor dir schickten; und du wirst keine Änderung in Unserem Verfahren finden. 17:77

Zitat 49:7 ist auch eindeutig. Ein Muslim wird aufgefordert jeden, der den Anspruch erhebt ein Gesandter zu sein, zu prüfen, sei er auch ein Schwindler:

"O die ihr glaubt, wenn ein Ruchloser euch eine Kunde bringt, prüft (sie) nach, damit ihr nicht anderen Leuten in Unwissenheit ein Unrecht zufügt und hernach bereuen müsst, was ihr getan."
49:7

"Und (gedenket der Zeit) da Allah (mit dem Volk der Schrift) den Bund der Propheten abschloss (und sprach): "Was immer Ich euch gebe von dem Buch und der Weisheit- kommt dann ein Gesandter zu euch, erfüllend, was bei euch ist, so sollt ihr unbedingt an ihn glauben und ihm unbedingt helfen." Er sprach: "Seid ihr einverstanden, und nehmet ihr diese Verantwortung Mir gegenüber an?" Sie sprachen: "Wir sind einverstanden." Er sprach: "So bezeugt es, und Ich bin mit euch unter den Zeugen."
"Wer sich nun danach abwendet - sie sind die Frevler."
3:81,82


Auch sehr interessant im Hinblick auf das "Jüngste Gericht" ist die Sure Al-Tatfif (83). Lesen lohnt sich. Hier ein kleiner Ausschnitt:

7. dem Tag, da die Menschheit vor dem Herrn der Welten stehen wird?
10. Ein geschriebenes Buch.
11. Wehe an jenem Tag den Leugnern!
12. Die den Tag des Gerichts leugnen.
13. Und es leugnet ihn keiner als ein jeder sündhafte Übertreter.
14. (der) wenn ihm Unsere Zeichen vorgetragen werden, spricht: "Fabeln der Alten!"
15. Nein, jedoch das, was sie zu wirken pflegten, hat auf ihre Herzen Rost gelegt.
16. Nein, sie werden an jenem Tag gewiss von ihrem Herrn getrennt sein.


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„Wähnen die Menschen denn, sie würden in Ruhe gelassen, nur weil sie sagen: Wir glauben - und sie würden nicht auf die Probe gestellt?“
(Koran 29:2)“
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Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Verfasst am: 23.11.2007, 01:47
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