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Teil I: Aus dem Arabischen

Bahá'u'lláh - Die Verborgenen Worte


ER IST DER ALLHERRLICHSTE!

Dies ist aus dem Reiche der Herrlichkeit herabgekommen durch die Zunge der Kraft und Macht und ward einstens offenbart den Propheten. Als Zeichen der Gnade für die Gerechten haben Wir daraus den Wesenskern entnommen und in das Gewand der Kürze gekleidet, damit sie dem Bunde Gottes die Treue halten, Gottes Pfand durch ihr Leben einlösen und im Reiche des Geistes den Edelstein göttlicher Tugend erlangen.


O Sohn des Geistes!

Dies ist Mein erster Rat:
Besitze ein reines, gütiges und strahlendes Herz,
auf daß du unvergängliche Herrlichkeit erlangest, während von Ewigkeit zu Ewigkeit.
<ar.1>


O Sohn des Geistes!

Von allem das Meistgeliebte ist Mir die Gerechtigkeit.
Wende dich nicht ab von ihr, wenn du nach Mir verlangst, und vergiß sie nicht, damit Ich dir vertrauen kann.
Mit ihrer Hilfe sollst du mit eigenen Augen sehen, nicht mit denen anderer,
und durch eigene Erkenntnis Wissen erlangen, nicht durch die deines Nächsten.
Bedenke im Herzen, wie du sein solltest.
Wahrlich, Gerechtigkeit ist Meine Gabe und das Zeichen Meiner Gnade.
So halte sie dir vor Augen.
<ar.2>


O Sohn des Menschen!

Verhüllt in Meinem unvordenklichen Sein und in der Urewigkeit Meines Wesens, wußte Ich um Meine Liebe zu dir.
Darum erschuf Ich dich, prägte dir Mein Ebenbild ein und offenbarte dir Meine Schönheit.
<ar.3>


O Sohn des Menschen!

Von Herzen wünschte ich, dich zu erschaffen, also erschuf Ich dich.
Nun liebe du Mich, damit Ich deinen Namen nenne und deine Seele mit dem Geiste des Lebens erfülle.
<ar.4>


O Sohn des Seins!

Liebe Mich, damit Ich dich liebe.
Wenn du Mich nicht liebst, kann Meine Liebe dich niemals erreichen.
Erkenne dies, o Diener!
<ar.5>


O Sohn des Seins!

Dein Paradies ist Meine Liebe.
Deine himmlische Heimstatt ist die Wiedervereinigung mit Mir.
Tritt ein ohne Zaudern.
So wurde es dir in Unserem himmlischen Reich und Unserer erhabenen Herrschaft bestimmt.
<ar.6>


O Sohn des Menschen!

Wenn du Mich liebst, wende dich ab von dir, und wenn du Mein Wohlgefallen suchst, achte nicht auf deines, damit du in Mir vergehest und Ich ewig lebe in dir.
<ar.7>


O Sohn des Geistes!

Kein Frieden ist dir beschieden, es sei denn, du entsagst deinem Selbst und wendest dich Mir zu.
Denn es ziemt dir, dich Meines Namens zu rühmen und nicht des deinen,
dein Vertrauen in Mich zu setzen und nicht in dich, will Ich doch allein und über alles geliebt sein.
<ar.8>


O Sohn des Seins!

Meine Liebe ist Meine Feste.
Wer sie betritt, ist sicher und wohlbehütet;
wer sich abwendet, wird gewiß in die Irre gehen und verderben.
<ar.9>


O Sohn des Wortes!

Du bist Meine Feste. Tritt ein, auf daß du sicher wohnest.
Meine Liebe ist in dir. Erkenne dies, damit du Mich nahe findest.
<ar.10>


O Sohn des Seins!

Du bist Meine Lampe, und Mein Leuchten ist in dir.
Entnimm daraus dein Licht und suche niemanden als Mich, denn Ich habe dich reich erschaffen und Meine Gunst über dich ergossen.
<ar.11>


O Sohn des Seins!

Mit den Händen der Macht erschuf Ich dich, mit den Fingern der Kraft formte Ich dich, und Ich barg in dich das Wesen Meines Lichtes.
Sei damit zufrieden und suche nichts anderes, denn Mein Werk ist vollkommen und Mein Gebot bindend.
Sei dessen gewiß und zweifle nicht.
<ar.12>


O Sohn des Geistes!

Reich erschuf Ich dich, warum machst du dich selbst arm?
Edel erschuf Ich dich, warum erniedrigst du dich selbst?
Aus dem Wesen des Wissens gab Ich dir Leben, warum suchst du Erleuchtung bei anderen als Mir?
Aus dem Ton der Liebe formte Ich dich, warum befaßt du dich mit anderem?
Schaue in dich, daß du Mich in dir findest, mächtig, stark und selbstbestehend.
<ar.13>


O Sohn des Menschen!

Du bist Mein Besitz, und Mein Besitz vergeht nicht.
Warum fürchtest du deine Vergänglichkeit?
Du bist Mein Licht, und Mein Licht verlöscht nie.
Warum fürchtest du dein Verlöschen?
Du bist Meine Herrlichkeit, und Meine Herrlichkeit schwindet nicht.
Du bist Mein Gewand, und Mein Gewand veraltet nicht.
So bleibe in deiner Liebe zu Mir, damit du Mich im Reiche der Herrlichkeit findest.
<ar. 14>


O Sohn des Wortes!

Wende dein Antlitz Mir zu und entsage allem außer Mir,
denn Mein Reich ist beständig und Meine Herrschaft vergeht nicht.
Suchtest du einen anderen als Mich, dein Trachten wäre vergeblich, selbst wenn du das Weltall in Ewigkeit durchforschtest.
<ar.15>


O Sohn des Lichtes!

Vergiß alles außer Mir und werde vertraut mit Meinem Geiste.
Dies gehört zum Wesen Meiner Gebote, darum halte dich daran.
<ar.16>


O Sohn des Menschen!

Laß dir genügen an Mir und suche keinen anderen Helfer, denn keiner außer Mir kann dir jemals genügen.
<ar.17>


O Sohn des Geistes!

Erbitte nicht von Mir, was Wir nicht für dich wünschen.
Sei darum zufrieden mit dem, was Wir für dich bestimmt haben, denn das ist, was dir nützt, wenn du dich damit begnügst.
<ar.18>


O Sohn der wunderbaren Schau!

Einen Hauch Meines Geistes blies Ich dir ein, damit du Mich lieben mögest.
Warum hast du Mich verlassen und einen anderen Geliebten begehrt?
<ar.19>


O Sohn des Geistes!

Mein Recht auf dich ist groß und nicht zu vergessen.
Meine Gnade für dich ist überreich und nicht zu verschleiern.
Meine Liebe wohnt dir inne und ist nicht zu verbergen.
Mein Licht ist dir offenbar und nicht zu verdunkeln.
<ar.20>


O Sohn des Menschen!

An den Baum strahlender Herrlichkeit habe Ich dir die erlesensten Früchte gehängt.
Warum kehrst du dich ab und gibst dich mit Schlechterem zufrieden?
Komm zurück zu dem, was besser für dich ist im Reiche der Höhe.
<ar.21>


O Sohn des Geistes!

Edel erschuf Ich dich, doch du hast dich selbst erniedrigt.
So erhebe dich zu dem, wozu du erschaffen wurdest.
<ar.22>


O Sohn des Höchsten!

Zum Ewigen rufe Ich dich,
doch du suchst das Vergängliche.
Was ließ dich Unseren Wunsch mißachten und deinem eigenen folgen?
<ar.23>


O Sohn des Menschen!

Überschreite deine Grenzen nicht und begehre nicht, was dir nicht ziemt.
Wirf dich nieder vor dem Antlitz deines Gottes, des Herrn der Macht und Stärke.
<ar.24>


O Sohn des Geistes!

Protze nicht vor dem Armen, denn Ich führe ihn auf seinem Wege, sehe dich in deinem Jammer und verwerfe dich für alle Zeit.
<ar.25>


O Sohn des Seins!

Wie konntest du deine eigenen Fehler vergessen und dich mit den Fehlern der anderen befassen?
Wer solches tut, ist von Mir verworfen.
<ar.26>


O Sohn des Menschen!

Sprich nicht über die Sünden anderer, solange du selbst ein Sünder bist.
So du dieses Gebot übertrittst, bist du verworfen - dies bezeuge Ich dir.
<ar.27>


O Sohn des Geistes!

Wisse fürwahr:
Wer die Menschen zur Gerechtigkeit ruft und selber frevelt, ist nicht von Mir, selbst wenn er Meinen Namen trüge.
<ar.28>


O Sohn des Seins!

Traue keiner Seele zu, was andere dir nicht zutrauen sollen, und sprich nicht von dem, was du nicht tust.
Dies ist Mein Gebot an dich.
Gehorche ihm!
<ar.29>


O Sohn des Menschen!

Verleugne Meinen Diener nicht, wenn er etwas von dir erbittet, denn sein Antlitz ist Mein Antlitz.
So schäme dich vor Mir.
<ar.30>


O Sohn des Seins!

Lege jeden Tag Rechenschaft vor dir ab, ehe du zur Rechenschaft gezogen wirst.
Denn unangemeldet kommt der Tod, und dann mußt du deine Taten verantworten.
<ar.31>


O Sohn des Höchsten!

Den Tod machte Ich dir zum Boten der Freude.
Warum bist du traurig?
Das Licht erschuf Ich, dich zu erleuchten.
Warum verhüllst du dich vor ihm?
<ar.32>


O Sohn des Geistes!

Mit der freudigen Botschaft des Lichtes begrüße Ich dich:
Freue dich!
Zum Hofe der Heiligkeit rufe Ich dich:
Wohne darin, damit du ewig in Frieden lebest!
<ar.33>


O Sohn des Geistes!

Der Geist der Heiligkeit bringt dir die frohe Botschaft der Wiedervereinigung.
Warum bist du traurig?
Der Geist der Macht bestätigt dich in Seiner Sache.
Warum verhüllst du dich?
Das Licht Seines Antlitzes führt dich.
Wie kannst du irregehen?
<ar. 34>


O Sohn des Menschen!

Gräme dich nicht, außer du bist Uns ferne;
und freue dich nicht, außer du kommst Uns nahe und kehrest zu Uns zurück.
<ar.35>


O Sohn des Menschen!

Frohlocke vor Herzensfreude, damit du würdig seiest, Mir zu begegnen und Meine Schönheit widerzuspiegeln.
<ar.36>


O Sohn des Menschen!

Entkleide dich nicht selbst Meines köstlichen Gewandes und verscherze dir nicht deinen Anteil an Meinem wundersamen Quell, daß dich nicht ewig dürste.
<ar.37>


O Sohn des Seins!

Wandle in Meinen Gesetzen aus Liebe zu Mir und entsage deinen eigenen Wünschen, wenn du Mein Wohlgefallen suchst.
<ar.38>


O Sohn des Menschen!

Vernachlässige Meine Gebote nicht, wenn du Meine Schönheit liebst,
und vergiß Meine Ratschläge nicht, wenn du nach Meinem Wohlgefallen strebst.
<ar.39>


O Sohn des Menschen!

Durcheile die Weiten des Alls und durchquere die Höhen des Himmels -
du wirst doch keine Ruhe finden, außer im Gehorsam gegen Unser Gebot und in der Demut vor Unserem Antlitz.
<ar.40>


O Sohn des Menschen!

Verherrliche Meine Sache, damit Ich dir die Geheimnisse Meiner Größe offenbare und auf dich strahle mit ewigem Lichte.
<ar.41>


O Sohn des Menschen!

Sei demütig vor Mir, damit Ich gnädiglich bei dir einkehre.
Erhebe dich für den Triumph Meiner Sache, damit du noch auf Erden den Sieg erlangest.
<ar.42>


O Sohn des Seins!

Gedenke Meiner auf Meiner Erde, damit Ich deiner gedenke in Meinem Himmel.
So werden Meine Augen und deine Augen erquickt.
<ar.43>


O Sohn des Thrones!

Dein Ohr ist Mein Ohr - höre damit;
dein Auge ist Mein Auge - schaue damit, auf daß du tief im Herzen Meine höchste Heiligkeit bezeugest und Ich in Mir deine erhabene Stufe bestätige.
<ar.44>


O Sohn des Seins!

Suche das Martyrium auf Meinem Pfade, zufrieden mit Meinem Wohlgefallen und dankbar für Meine Fügung, damit du mit Mir unter dem Baldachin der Erhabenheit hinter dem Thronzelt der Herrlichkeit ruhest.
<ar.45>


O Sohn des Menschen!

Denke nach und überlege wohl:
Willst du in deinem Bette sterben oder als Märtyrer dein Blut im Staube auf Meinem Pfad vergießen, als Künder Meines Befehls und als Offenbarung Meines Lichtes im erhabensten Paradiese?
Entscheide dich richtig, o Diener!
<ar.46>


O Sohn des Menschen!

Bei Meiner Schönheit!
Wenn du dein Haar mit deinem Blute färbst, so ist dies in Meinen Augen
größer als die Schöpfung des Weltalls und das Licht beider Welten.
Strebe danach, o Diener!
<ar.47>


O Sohn des Menschen!

Für jedes Ding gibt es ein Zeichen.
Das Zeichen der Liebe ist Standhaftigkeit in Meinem Ratschluß und Geduld in Meinen Prüfungen.
<ar.48>


O Sohn des Menschen!

Der aufrichtig Liebende sehnt sich nach Drangsal wie der Empörer nach Vergebung und der Sünder nach Erbarmen.
<ar.49>


O Sohn des Menschen!

Wenn dich auf Meinem Pfad keine Trübsal befiele, wie könntest du die Wege derer beschreiten, die mit Meinem Wohlgefallen zufrieden sind?
Und wenn keine Prüfungen dich heimsuchten in deiner Sehnsucht nach Mir,
wie könntest du dann das Licht in deiner Liebe zu Meiner Schönheit erlangen?
<ar.50>


O Sohn des Menschen!

Meine Trübsal ist Meine Vorsehung.
Äußerlich ist sie Feuer und Züchtigung, zuinnerst aber Licht und Gnade.
Eile ihr entgegen, auf daß du ein ewiges Licht und ein unsterblicher Geist werdest.
Dies ist Mein Gebot an dich, beachte es!
<ar.51>


O Sohn des Menschen!

Ist Wohlstand dir beschieden, so juble nicht, Erniedrigung dein Los, so gräme dich nicht;
denn beides wird vergehen und nicht mehr sein.
<ar.52>


O Sohn des Seins!

Kehrt Armut bei dir ein, so traure nicht, denn einst wird der König des Reichtums Einkehr halten bei dir.
Fürchte nicht die Erniedrigung, denn Herrlichkeit wird dich einstmals umgeben.
<ar.53>


O Sohn des Seins!

Wenn du dein Herz auf das zeitlose, unvergängliche Reich und das urewige Leben richtest, dann entsage der sterblichen, flüchtigen Herrschaft!
<ar.54>


O Sohn des Seins!

Sei nicht beschäftigt mit dieser Welt, denn im Feuer prüfen Wir das Gold und mit Gold prüfen Wir Unsere Diener.
<ar.55>


O Sohn des Menschen!

Du verlangst nach Gold, und Ich wünsche, daß du dich von ihm lösest.
Du wähnst dich reich in seinem Besitz, wo Ich in der Heiligung davon deinen Reichtum sehe.
Bei Meinem Leben!
Dies ist Mein Wissen, jenes dein Wahn - wie kommt beides überein?
<ar.56>


O Sohn des Menschen!

Spende Meinen Reichtum Meinen Armen, damit du im Himmel aus der Fülle nie verblassenden Glanzes und den Schätzen unvergänglicher Herrlichkeit schöpfest.
Aber bei Meinem Leben:
Mir deine Seele darzubringen, ist weit herrlicher - könntest du doch mit Meinen Augen sehen!
<ar.57>


O Sohn des Menschen!

Der Tempel des Seins ist Mein Thron.
Reinige ihn von allem, damit Ich darin wohnen bleibe.
<ar.58>


O Sohn des Seins!

Dein Herz ist Meine Wohnstatt. Heilige es für Mein Kommen.
Dein Geist ist der Ort Meines Erscheinens. Läutere ihn für Meine Offenbarung.
<ar.59>


O Sohn des Menschen!

Stecke die Hand in den Busen¹ Meines Gewandes, auf daß Ich Mich leuchtend und strahlend über dir erhebe.
<ar.60>

¹ Jaib; vergl. 2. Mose 4:6, Qur'an 27:12


O Sohn des Menschen!

Erhebe dich zu Meinem Himmel, daß dir die Freude der Wiedervereinigung widerfahre, und trinke den unvergleichlichen Wein aus dem Kelche immerwährender Herrlichkeit.
<ar.61>


O Sohn des Menschen!

Viele deiner Tage sind dahingegangen, und es galt dir nur das eigene Verlangen voll Wunsch und Wahn.
Wie lange noch willst du auf deinem Lager schlafen? - Wache auf, denn hoch am Mittag steht die Sonne und will auch dir mit dem Licht der Schönheit scheinen!
<ar.62>


O Sohn des Menschen!

Dir strahlt das Licht vom Horizont des heiligen Berges, und der Geist der Erleuchtung weht im Sinai deines Herzens.
So befreie dich von den Schleiern eitlen Wahns und komm an Meinen Hof,
auf daß du tauglich werdest zu ewigem Leben und würdig, Mir zu begegnen.
Der Tod wird dann nicht über dich kommen, noch Schwäche und Verdruß.
<ar. 63>


O Sohn des Menschen!

Meine Ewigkeit ist Meine Schöpfung; für dich erschuf Ich sie.
Mache sie zum Gewande deines Tempels.
Meine Einheit ist Mein Werk; um deinetwillen erschuf Ich sie.
Bekleide dich damit, auf daß du für immer die Offenbarung Meines ewigen Wesens werdest.
<ar.64>


O Sohn des Menschen!

Meine Erhabenheit ist Meine Gabe an dich, Meine Größe das Zeichen Meines Erbarmens.
Was Mir gebührt, wird niemand verstehen und keiner beschreiben.
Wahrlich, in den Gewölben Meiner Geheimnisse und den Schatzkammern Meines Gebotes habe Ich es verwahrt zum Zeichen Meiner Gunst für Meine Diener und Meiner Barmherzigkeit für Mein Volk.
<ar.65>


O Kinder des göttlichen, unsichtbaren Wesens!

Ihr werdet gehindert sein, Mich zu lieben, und die Seelen werden verstört, wenn sie Meiner gedenken;
denn die Vernunft kann Mich nicht begreifen und das Herz Mich nicht fassen.
<ar.66>


O Sohn der Schönheit!

Bei Meinem Geist und Meiner Gunst!
Bei Meinem Erbarmen und Meiner Schönheit!
Alles, was Ich dir in der Sprache der Macht offenbarte und mit der Feder der Kraft niederschrieb, entspricht deiner Fähigkeit und deinem Verständnis, nicht Meiner Stufe und Meiner Weise.
<ar.67>


O Menschenkinder!

Wißt ihr, warum Wir euch alle aus dem gleichen Staub erschufen?
Damit sich keiner über den anderen erhebe.
Bedenket allzeit in eurem Herzen, wie ihr erschaffen seid.

Da Wir euch alle aus dem gleichen Stoff erschufen, ziemt es euch, wie eine Seele zu sein, auf selbem Fuße zu wandeln, in gleicher Weise zu essen und im selben Lande zu wohnen, auf daß aus eurem innersten Wesen durch eure Werke die Zeichen der Einheit und das Wesen der Loslösung offenbar werden.

Solches rate Ich euch, o Scharen des Lichts.
Achtet wohl auf diesen Rat, damit ihr die heiligen Früchte vom Baume wundersamer Herrlichkeit erlanget.
<ar.68>


O ihr Söhne des Geistes!

Ihr seid Meine Schatzkammer, denn in euch legte Ich die Perlen Meiner Geheimnisse und die Edelsteine Meines Wissens.
Behütet sie vor den Fremdlingen unter Meinen Dienern und vor den Frevlern in Meinem Volk.
<ar.69>



O Sohn Dessen, der durch Sein eigenes Wesen im Reich Seines Selbstes stand!

Wisse, daß Ich alle Düfte der Heiligkeit zu dir strömen ließ, dir Mein Wort gänzlich offenbarte, Meine Großmut durch dich vollendete und für dich nur wünsche, was Ich für Mich selbst wünsche.
Sei darum zufrieden mit Meinem Wohlgefallen und dankbar gegen Mich.
<ar.70>


O Sohn des Menschen!

Schreibe, was Wir dir offenbarten, mit der Tinte des Lichts auf die Tafel deines Geistes.
Wenn du dies nicht vermagst, so mache das Wesen deines Herzens zu deiner Tinte.
Bist du auch dazu außerstande, dann schreibe mit der roten Tinte, die auf Meinem Pfade vergossen ward, auf daß ihr Licht ewig leuchte.
Wahrlich, schöner ist sie Mir als alles andere.
<ar.71>



<ar.> = Aus dem Arabischen
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