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Türkische Untersuchungskommissionen
In den Jahren 1904 und 1907 wurden von der türkischen Regierung Kommissionen eingesetzt, um über die gegen 'Abdu'l-Bahá erhobenen Anklagen Untersuchungen anzustellen, und lügnerische Zeugenaussagen lieferten Beweise gegen Ihn. Während 'Abdu'l-Bahá die Anschuldigungen zurückwies, brachte Er Seine volle Bereitwilligkeit zum Ausdruck, sich jedem Richterspruch zu unterwerfen, den der Gerichtshof über Ihn fällen würde. Er erklärte, daß Er, selbst wenn sie Ihn ins Gefängnis werfen, durch die Straßen schleifen, verfluchen, anspeien, steinigen und alle Arten von Schmach auf Ihn häufen, Ihn hängen oder erschießen sollten, dennoch sehr glücklich wäre.
Zwischen den Sitzungen der Untersuchungsausschüsse setzte Er Sein gewohntes Leben mit äußerstem Gleichmut fort, pflanzte Fruchtbäume im Garten und stand einem Hochzeitsfest mit der strahlenden Würde geistiger Freiheit vor. Der italienische Konsul erbot sich, Ihm für sichere Überfahrt nach irgendeinem fremden Hafen zu sorgen, den Er bestimmen möge, doch Er lehnte dieses Anerbieten dankend aber entschieden ab mit der Erklärung, daß Er, unter welchen Folgen auch immer, den Fußstapfen des Báb und der »Gesegneten Vollkommenheit« folgen müsse, die nie versuchten, Sich zu retten oder vor Ihren Feinden zu fliehen. Er ermunterte aber die meisten der Bahá'í, die Umgebung 'Akkás zu verlassen, da große Gefahr für sie bestand, und blieb allein zurück mit wenigen der Gläubigen, Sein Schicksal erwartend.
Die vier bestochenen Beamten, welche die letzte Untersuchungskommission bildeten, kamen in 'Akká zu Anfang des Winters 1907 an, blieben einen Monat und reisten dann, nach Beendigung ihrer sogenannten »Untersuchung«, wieder nach Konstantinopel zurück, um zu berichten, daß die gegen 'Abdu'l-Bahá erhobenen Anschuldigungen begründet gewesen seien und Seine Verbannung oder Hinrichtung zu empfehlen sei. Sie waren aber noch nicht in die Türkei zurückgekehrt, als dort die Revolution ausbrach, und die vier Kommissionsmitglieder, die zum alten Regime gehörten, mußten fliehen, um ihr Leben zu retten. Die Jungtürken richteten ihre Herrschaft auf, und alle politischen und religiösen Gefangenen im türkischen Reich wurden in Freiheit gesetzt. Im September 1908 wurde 'Abdu'l-Bahá aus der Gefangenschaft erlöst, und im folgenden Jahr wurde 'Abdu'l-Hamíd, der Sultán, selbst ein Gefangener. |
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